Nicole Razavi MdL: „Fahrplanwechsel zu Lasten der Kinder kann nicht die dauerhafte Lösung sein.“

02.12.2022, 11:30 Uhr

CDU-Landtagsabgeordnete wendet sich an Verkehrsminister Hermann

 

Die CDU-Landtagsabgeordnete sagt zur Kritik von Schulen und Eltern an den verlängerten Schulwegzeiten in Geislingen:  
 
„Mir ist es ein Rätsel, wie es zu einer für die Kinder so ungünstigen und nicht-akzeptablen Situation kommen konnte. Klar ist, dass die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm große Veränderungen für den Nahverkehr auf der Filstalbahn und im gesamten Kreis Göppingen bedeutet. Und ja, einen Fahrplan neu auszutarieren, ist eine sehr komplexe Aufgabe. Es kommt der Quadratur des Kreises gleich, Zug- und Buslinien auf jeder Verbindung für alle Zielgruppen optimal zu vernetzen. Dennoch sind die Schülerverkehre das Grundgerüst, auf dem alles andere aufbaut. Zu Recht: Hier geht es um die Jüngsten, die gerade lernen, selbst mobil zu sein und die oft aus ihren Heimatgemeinden ohnehin schon einen langen Weg zur Schule haben. Dass ausgerechnet hunderte von Kindern auf dem Weg zwischen Geislingen und Amstetten nun massive Nachteile für viele Monate haben sollen, das kann nicht die dauerhafte Lösung sein.  Ich habe deshalb Minister Hermann in einem Brief eindringlich gebeten, sich persönlich dafür einzusetzen, dass die Anbindung der Geislinger Schulen auf der Schiene so rasch wie möglich wieder zumutbar gestaltet wird. Die Vorverlegung der Unterrichtszeiten verringert zwar für die Kinder aus Richtung Amstetten die Wartezeiten, verlängert sie dafür aber für Schülerinnen und Schüler aus dem Oberen Filstal. Ich verstehe den Unmut darüber vor Ort sehr gut. Das zeigt, das System muss von Anfang an richtig konzipiert sein. Ansonsten bringt eine nachträgliche Korrektur das Gesamtbild an anderer Stelle wieder in Schieflage“, so Nicole Razavi MdL.