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14.10.2019
Nicole Razavi MdL: „Ich lehne das Volksbegehren „Rettet die Biene“ wegen der verheerenden Folgen für die regionale Landwirtschaft ab“

Razavi: „Wir brauchen Artenschutz, aber wir brauchen auch unsere bäuerlichen Familienbetriebe.“ CDU-Landtagsabgeordnete trifft lokale Obsterzeuger zum Gespräch und lädt am 6.11.2019 Fachleute zum runden Tisch nach Donzdorf ein.

Sorgen sich um den Obstanbau in der Region: Landwirte und Nicole Razavi MdL
„Das Volksbegehren „Rettet die Biene“ darf so nicht kommen“, sagt Nicole Razavi MdL. „Ich rate dringend davon ab, es zu unterschreiben. Die Folgen für die Landwirte in unserer Region wären verheerend“, sagt Razavi nach dem Besuch eines Erzeugerhofs, wo sich die CDU-Landtagsabgeordnete mit Vertretern des Obstanbaus zum Gespräch traf. Razavi ist überzeugt: „Wenn das Volksbegehren so durchgeht, wie es jetzt ist, wird das etliche Existenzen kosten. Wir brauchen aber beides: Bauer und Biene. Ich will auch weiterhin Obst, Gemüse, Getreide, Milch und Fleisch aus der Region verzehren können. Wir brauchen Arten- und Umweltschutz, aber wir brauchen auch unsere regionalen bäuerlichen Familienbetriebe! Der Kreisbauernverband und Hermann Färber als Vorsitzender haben hier meine volle Unterstützung. Deshalb lehne ich, wie die gesamte CDU-Landtagsfraktion, den Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form ab“, so Razavi weiter. Die Geislinger CDU-Landtagsabgeordnete lädt Fachleute und Vertreter landwirtschaftlicher Produktion am Mittwoch, 6.11.2019, um 19 Uhr, zu einem runden Tisch im Hotel „Becher“ in Donzdorf ein. „Mich interessieren ihre Meinung und ihre Vorschläge, wie wir zum Ziel kommen können.“  
 
„Denn: Was der Gesetzentwurf für die Arbeit vor Ort in Hof und Feld und für die Zukunft der Landwirte bedeutet, wird bislang gar nicht besprochen und ist vielen nicht bekannt. Dabei geht es hier um nichts weniger als um die Grundlagen gesunder Ernährung und Nahrungsmittelversorgung für uns alle, um Existenzen und nicht zuletzt um ländliche Tradition. Es geht darum, ob bei uns auch künftig noch Weizen angebaut, gutes Fleisch produziert und Äpfel geerntet werden. Deshalb muss zwingend auf ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Landschaftsschutzgebieten und Natura-2000-Gebieten verzichtet werden. Wir brauchen jetzt eine Diskussion darüber, wie beides Hand in Hand geht: das Insektensterben aufhalten und landwirtschaftliche Produktion und Kultur in unserem Land erhalten“, fordert Nicole Razavi. 
 
In einem Schreiben an die Erzeugerverbände im Kreis stellt Razavi klar: „Auch wir als CDU wollen Artenvielfalt erhalten. Aber mit dem Blick für das richtige Maß. Es darf nicht zu einem Grabenkampf zwischen Ökologie und Landwirtschaft kommen. Mit einem umfassenden Pestizidverbot wäre eine gute Ernte reine Glückssache und keine kalkulierbare Größe mehr. Unsere Bauern hätten auf dem internationalen Markt keine Chance und damit keine Zukunft. Unsere Äpfel kämen nicht mehr aus Schlat oder vom Bodensee, sondern aus Südtirol und Neuseeland. Das kann nicht das Ziel sein. 
 
„Wir wollen, dass unsere wertvolle Kulturlandschaft, von der Streuobstwiese im Landkreis Göppingen über den Obstbau am Bodensee bis hin zu den Weinregionen am Kaiserstuhl und Markgräflerland, nicht verloren geht. Unsere Landwirte tun bereits jetzt viel für den Natur- und Artenschutz. Ihre Expertise muss Teil der Lösungsstrategie sein. Artenschutz kann nur gemeinsam mit den Landwirten gelingen, nicht gegen sie.“ so Nicole Razavi MdL abschließend.
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