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08.10.2019
Nicole Razavi MdL: „Artenschutz kann nur gemeinsam mit den Landwirten gelingen, nicht gegen sie.“
Razavi: „Volksbegehren „Rettet die Biene“ ist gut gemeint, aber schlecht gemacht.“ * CDU-Landtagsabgeordnete will Erzeuger und Fachleute zum Austausch einladen.
 
Artenschutz kann nur gemeinsam mit der Landwirtschaft und den Bauern gelingen und nicht gegen sie, sagt Nicole Razavi MdL. „Das Volksbegehren „Rettet die Biene“ bedroht in seiner jetzigen Form unsere regionalen Erzeuger in ihrer Existenz, auch bei uns im Landkreis.“ Deshalb lehne die CDU-Landtagsfraktion das Volksbegehren in der vorliegenden Form ab. „Ich rate deshalb dringend dazu, das Volksbegehren nicht zu unterschreiben. Denn was der Gesetzentwurf für die Arbeit vor Ort in Hof und Feld und für die Zukunft der Landwirte bedeutet, wird bislang gar nicht besprochen und ist vielen nicht bekannt. Dabei geht es hier um nichts weniger als um die Grundlagen gesunder Ernährung und Nahrungsmittelversorgung für uns alle, um Existenzen und nicht zuletzt um ländliche Tradition. Es geht darum, ob bei uns auch künftig noch Weizen angebaut, gutes Fleisch produziert und Äpfel geerntet werden. Deshalb brauchen wir jetzt eine Diskussion darüber, wie beides Hand in Hand geht: das Insektensterben aufhalten und landwirtschaftliche Produktion und Kultur in unserem Land erhalten“, fordert Nicole Razavi. Die Geislinger CDU-Landtagsabgeordnete will deshalb Fachleute und Vertreter landwirtschaftlicher Produktion zu einem Austausch einladen. „Mich interessieren ihre Meinung und ihre Vorschläge, wie wir zum Ziel kommen können.“  
 
In einem Schreiben an die Erzeugerverbände im Kreis stellt Razavi klar: „Auch wir als CDU wollen Artenvielfalt erhalten. Aber mit dem Blick für das richtige Maß. Es darf nicht zu einem Grabenkampf zwischen Ökologie und Landwirtschaft kommen. Mit einem umfassenden Pestizidverbot wäre eine gute Ernte reine Glückssache und keine kalkulierbare Größe mehr. Unsere Bauern hätten auf dem internationalen Markt keine Chance und damit keine Zukunft. Unsere Äpfel kämen nicht mehr aus Schlat oder vom Bodensee, sondern aus Südtirol und Neuseeland. Das kann nicht das Ziel sein. Die Kritik am Volksbegehren kommt nicht nur von konventionell wirtschaftenden Betrieben, sondern auch von Vertretern des Ökolandbaus, des Naturschutzes und von Imkern selbst. Diese kritischen Stimmen am Gesetzentwurf nehmen wir als CDU-Landtagsfraktion sehr ernst“, so Razavi weiter.
 
„Wir wollen, dass unsere bäuerlichen Familienbetriebe und die regionale landwirtschaftliche Produktion erhalten bleiben. Wir wollen, dass unsere wertvolle Kulturlandschaft, von der Streuobstwiese im Landkreis Göppingen über den Obstbau am Bodensee bis hin zu den Weinregionen am Kaiserstuhl und Markgräflerland, nicht verloren geht. Unsere Landwirte tun bereits jetzt viel für den Natur- und Artenschutz. Ihre Expertise muss Teil der Lösungsstrategie sein. Gemeinsam müssen wir Möglichkeiten ausloten für einen Weg, der beides ermöglicht: weniger Pestizide und den Fortbestand landwirtschaftlicher Arbeit, Produktion und Kultur in unserem Land“, so Nicole Razavi MdL abschließend.
 
 
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