Nicole Razavi MdL: „Personelle Situation der Geislinger Polizei hat sich bereits gebessert, hat aber noch Luft nach oben.“

19.08.2022, 22:41 Uhr

 

 „Die personelle Situation der Geislinger Polizei hat immer noch Luft nach oben. Erfreulich ist aber, dass die Einstellungsoffensive des Landes schon jetzt und vor allem in den kommenden Jahren Wirkung zeigt“, bilanziert Nicole Razavi MdL nach einem Austausch mit dem Leiter des Geislinger Polizeireviers, Wolfram Bosch. „Man spürt: Hier in Geislingen ist ein junges, sehr motiviertes Team im Dienst. Da kommt auch mal jemand aus der Freizeit, um einen Personalengpass auszugleichen. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist in sehr guten Händen. Den Beamtinnen und Beamten danke ich für Ihre gute Arbeit.“, so Razavi.  Das gelte auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Stadt, die laut Revierleiter Bosch vorbildlich funktioniere.
 
 
„Ich habe aber auch den Eindruck gewonnen, dass die Arbeitsbedingungen im Reviergebäude besser werden müssen“, sagt Nicole Razavi MdL. „Dazu gehört ganz wesentlich die Situation der Frauen. 45% Prozent des Revierteams sind weiblich, haben aber nicht genug sanitäre Anlagen und Umkleiden zur Verfügung. Es fehlt allgemein an zeitgemäßer, gesundheitsschonender Büroinfrastruktur und wer als Bürgerin oder Bürger mit einem Anliegen aufs Revier kommt, muss erstmal mehrere Treppen laufen, bis das Gespräch stattfinden kann. Das ist kein Zustand und aus diesem Grund habe ich mich an das zuständige Finanzministerium gewandt und auf Verbesserungen gedrängt“, so die Geislinger CDU-Abgeordnete.
„Ansonsten habe ich trotz aller, teils auch heikler, Einsätze einen sehr positiven Eindruck der allgemeinen polizeilichen Lage mitgenommen. Die Situation war sicherlich schon schwieriger – und das ist eine gute Nachricht. Auch die ersten Großveranstaltungen nach Corona, wie der Schlager-Kuchen und der Geislinger Hock seien insgesamt ruhig verlaufen.
 
 
Sorgen müsse man sich, so Razavi, hingegen angesichts der steigenden Zahl von Alkoholverstößen und Drogenverstößen machen. „Gerade auch der Missbrauch von Cannabis führt dazu, dass sich die Problematik verschärft.“ Denn die Wirkung der Droge halte im Blut deutlich länger an, als bei Alkohol. Selbst jemand, der augenscheinlich fahrtüchtig sei, liege nach dem Konsum von Cannabis am nächsten Tag noch über dem zulässigen Grenzwert. Zudem variiere der nachweisbare Wert je nach Konsumerfahrung. „Das macht die Sicherheitslage auf unseren Straßen nicht besser.“