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02.12.2019
Nicole Razavi MdL: „Minister Hermann hat aus der Filstalbahn einen Reparaturbetrieb gemacht.“
CDU-Landtagsabgeordnete übt zum Start des Metropolexpresses deutliche Kritik: „Ein namenloser Zug ist peinlich und ein Armutszeugnis.“ * Razavi: „Bei der Ablehnung des Halbstundentakts versteckt sich Hermann hinter seinen eigenen falschen Kriterien.“ 
 
Die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi übt zum bevorstehenden Start des Metropolexpresses auf der Filstalbahn erneut deutliche Kritik: „Die Filstalbahn war jahrzehntelang eine Erfolgsgeschichte. Minister Hermann hat daraus einen Reparaturbetrieb gemacht. Wie Pendler täglich leiden kritisiere ich seit Jahren und  darf das auch persönlich als Bahnfahrerin regelmäßig erleben. Was mich so sauer macht ist, dass die meisten Probleme vorprogrammiert und absehbar waren. Dass der Metropolexpress jetzt sogar erst in zwei Jahren auf seinen Namen getauft werden soll, ist peinlich und ein weiteres Kapitel in diesem Trauerspiel: Der Verkehrsminister steht nicht zu seinem eigenen Kind und geht selbst davon aus, dass die Qualität über lange Zeit nicht ausreichen wird. So weit ist es schon gekommen. Das ist ein Armutszeugnis für den Aufgabenträger für den regionalen Zugverkehr. Wie sollen da Pendler und Reisende vom Umstieg auf den Zug überzeugt werden?“
 
Weiteres Ungemach befürchtet die Verkehrspolitikerin jetzt auch von anderer Seite. „Wer sorgt künftig für die Abstimmung der Zugverkehre der verschiedenen Betreiber? Das ist immer noch ungeklärt.“  Bisher sei die DB Regio als zentrale Koordinierungsstelle verantwortlich gewesen. „Damit das Chaos nicht noch größer wird, erwarte ich vom Verkehrsministerium die schnelle Klärung dieser Aufgabe.  Das Ministerium darf die Zugbetreiber nicht mit der Aufgabe allein lassen, sich auf diese neue Situation einzustellen.“
 
Klar ist: Die Betreiber der Strecke müssen ihren Auftrag erfüllen. Aber ihnen sei nicht genug Zeit gegeben worden, um sich mit gutem Wagenmaterial, ausreichend geschultem Personal und einem gründlichen Testbetrieb auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Da sei es kein Wunder, wenn es bislang nicht rund läuft, so die CDU- Landtagsabgeordnete. „Hinzu kommt die grundsätzlich falsche landesweite Prioritätensetzung im Fahrplan. Weil sie sich in erster Linie an Fahrgastzahlen orientiert, sind ländlich geprägte Regionen mit weniger Einwohnern systematisch benachteiligt!“ Zur Erinnerung: Der Metropolexpress war anfangs nur bis Süßen ausgeschrieben und wurde erst auf massiven Druck aus der Raumschaft und durch die Zusage des Kreistages, sich an den Kosten zu beteiligen, nach Geislingen verlängert und im Bereich der Schülerverkehre nachgebessert.
 
„Verkehrsminister Winfried Hermann stellt das Signal für die von beiden Landkreisen, Göppingen und Alb-Donau, dringend geforderte und notwendige Verlängerung der als Metropolexpress verkehrenden Regionalbahn nach Ulm im Halbstundentakt weiterhin auf rot, weil es angeblich keinen Bedarf gebe. Ja aber wer definiert denn den Bedarf? Ich bleibe dabei: Das Grundproblem ist doch die Hermann‘sche Nahverkehrskonzeption 2025. Sie setzt falsche Maßstäbe und falsche Kriterien aus denen Verkehrsminister Hermann seine Ablehnung einer besseren Verbindung nach Ulm herleitet.“ Am Geld fehle es jedenfalls nicht, so die Verkehrspolitikerin. Denn das Land erhalte schon seit Jahren und auch künftig deutlich mehr Regionalisierungsmittel vom Bund als früher. „Mehr Geld für den SPNV muss auch mehr Zugverkehr bedeuten“, so Nicole Razavis Forderung. 
 
„Ich erwarte, dass das Land nun alles tun wird, damit der Betriebsstart der neuen Betreiber auf der Filstalbahn gelingt und auch MEX draufsteht wo MEX drinsteckt! Qualität Qualität Qualität! Das muss das Ziel sein, um verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen!“
 
 
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