Hintergrund
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
Social Network I Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
17.08.2018
„Wir müssen aufwachen“. Nicole Razavi sieht allgemeine Dienstpflicht positiv und begrüßt die von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer angestoßene Debatte
Die CDU-Kreisvorsitzende und parlamentarische Geschäftsführerin der CDU im Landtag von Baden-Württemberg sieht durch die Einführung einer solchen Dienstpflicht für Männer und Frauen große Vorteile für die Gesellschaft, aber gerade auch für die jungen Staatsbürger selbst.

„Alleine dass diese Diskussion geführt wird, ist wichtig und wertvoll. Viele spüren, dass der Kit in unserer Gesellschaft erodiert und sehnen sich nach mehr Zusammenhalt. Es ist höchste Zeit, dass wir aufwachen und gegensteuern“, stellt die CDU Politikerin fest.

Richtig gemacht, könnte eine allgemeinen Dienstpflicht, so ist sich Nicole Razavi sicher, ganz vielfältig positiv wirken „Natürlich geht es darum, dass Deutschland auch im eigenen Interesse seiner sicherheitspolitischen Verantwortung in der Welt und gegenüber unseren Partnern gerecht werden muss. Leider müssen wir erkennen, dass sich die Welt und auch die Sicherheitslage seit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahre 2011 stark verändert hat. Es geht aber um noch viel mehr: ‚Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Welchen Beitrag kann und muss jeder dafür leisten?‘ Auf diese Fragen müssen wir Antworten finden. Die Feststellung, dass uns die innere Bindung verloren geht, reicht nicht aus. Wir müssen handeln“.

Die CDU Parlamentariern ist deshalb davon überzeugt, dass eine allgemeine Dienstpflicht, die sowohl die Verteidigung unserer freiheitlichen Demokratie wie auch soziale Dienste im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung miteinschließt einen wertvollen Beitrag leisten kann“.
 
Für Nicole Razavi ist das Thema auch alles andere als ein Sommerlochfüller. „Es ist eine Frage, welche die Menschen bewegt“. Das sei in vielen Gesprächen, die sie mit den Bürgern geführt habe mehr als deutlich geworden. „Viele haben klar den Wunsch nach einem solchen allgemeinen Dienst.“ Stimmen, die einen solchen Gedanken als Beschneidung der Freiheit Bund unliebsame Zwangsveranstaltung ablehnen, kann Nicole Razavi nur schwer nachvollziehen: „Sie haben den Kern unseres gesellschaftlichen Miteinanders nicht verstanden.“ Dienen gehöre dazu ebenso wie die Unveräußerlichkeit von Rechten und Pflichten. Daraus erwachse ein gesundes Staatswesen. „Dass wir in Freiheit, Frieden und Wohlstand leben können, haben wir Menschen zu verdanken, die sich für diese Werte eingesetzt haben. All das ist aber keine Selbstverständlichkeit. Unser Zusammenhalt und unsere Demokratie müssen täglich gepflegt werden. Ich bin deshalb davon überzeugt, dass  es gerade auch jungen Menschen gut tut, Verantwortung für sich, für andere, und für ihr Land zu übernehmen. Sie machen dabei aber auch selbst wertvolle Erfahrungen. Dafür ein paar Monate zu investieren, halte ich für absolut zumutbar“.

Jungen Menschen vorzuwerfen, so Razavi weiter, sie würden sich zu wenig ehrenamtlich engagieren, sei häufig ungerecht. „Wer ehrenamtlichen Engagement nicht von den Eltern lernt, hat oft keinen Zugang. Deshalb würden sie beim Dienst für die Allgemeinheit nicht nur in ihrer eignen Entwicklung profitieren, sondern könnten bei zeitlich begrenzten Tätigkeiten auch persönliche Orientierung und ganz konkrete Einblicke in soziale Dienste, Vereinsarbeit oder auch den Gesundheits- und Pflegebereichs gewinnen.“

„Der Dienst am Nächsten ist eben nicht mehr selbstverständlich. Und nicht zuletzt sind Begegnungen zwischen den Generationen – gerade auch vor dem Hintergrund des Aufeinanderangewiesenseins – bereichernd und eine wichtige Erfahrung für das weitere Leben. Verantwortung, Achtung und Respekt vor anderen Menschen sind Werte, die dabei gelebt und gelernt werden.“ Die Vorsitzende der CDU im Kreis Göppingen spricht sich daher für die Erarbeitung entsprechender Gesetzesinitiativen aus. Das Thema dürfe nicht einfach wieder ad acta gelegt werden.

Termine