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04.05.2018
Nicole Razavi MdL: „Bahn und Eisenbahnbundesamt müssen jetzt nach der besten Lösung für den Bahnhof Geislingen suchen“
Gespräch mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Sven Hantel, zur aktuellen Lage - Razavi: „Menschen mit Behinderung haben Recht auf Teilhabe: Interimslösungen wie provisorische Treppenlifte sollen geprüft werden“

 
„Dass möglicherweise weitere Verzögerungen beim barrierefreien Ausbau des Geislinger Bahnhofs drohen, ist keine gute Nachricht. Deutsche Bahn und Eisenbahnbundesamt (EBA) müssen nun in der schwierigen Gemengelage gemeinsam nach der besten Lösung für den Umbau des Bahnhofs Geislingen suchen und wollen dies auch tun. Es geht jetzt darum, ganz unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen: der schnelle barrierefreie Ausbau, der Schutz der Anlieger vor nächtlichem Baulärm und eine möglichst geringe Beeinträchtigung des Zugverkehrs durch die Baumaßnahmen“, sagt die Geislinger CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi MdL  nach einem Gespräch mit dem Generalbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Sven Hantel.  Aus erster Hand hatte sich die Verkehrsexpertin über die Probleme beim geplanten Einbau zweier Aufzüge für den Bahnhof Geislingen informiert. Bauträger und Behörde verfolgen nun das Ziel, den Weg zur Baugenehmigung so kurz wie möglich zu halten. „Ich hoffe, dass es der Bahn in den Verhandlungen mit dem EBA gelingt, dass entweder auf ein langwieriges Planfeststellungsverfahren verzichtet werden oder die Verfahrensdauer zumindest alternativ  verkürzt werden kann. Herr Hantel hat mir versichert, die Zusammenarbeit mit dem EBA sei sehr konstruktiv und man werde alles unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen. Einfach ist die Ausgangslage allerdings nicht.“
 
Denn gebaut werde inmitten von Bahnbetrieb und Wohnbebauung.   „Das macht die Planung zu einem Balanceakt. Wenn die Aufzüge tagsüber gebaut werden, hat das Auswirkungen auf den Bahnbetrieb auf der Hauptstrecke Stuttgart-Ulm. Das wirkt sich im Fernverkehr auf weitere Relationen aus und betrifft natürlich auch die Filstalbahn, deren Qualitätsprobleme nun gerade wieder besser werden. Baut man nachts, sind die schlafenden Anwohner von Baulärm betroffen. Dann wäre ein langes Genehmigungsverfahren nötig, um dieses Schutzbedürfnis angemessen zu erörtern“, erklärt Razavi. 
 
Bauen, das sei nicht mehr nur die Frage: Wozu baue ich etwas und wie baue ich es?  Dazu gehöre auch mehr denn je die Frage: Was schütze ich während der Bauarbeiten? Das Thema Lärmschutz habe in den letzten Jahren an Bedeutung hinzugewonnen. „Die Sensibilität der Bürgerinnen und Bürger ist größer geworden und wird bei der Planung von Bauprojekten höher gewichtet. Das ist gut für alle Betroffenen. Für den Bauplaner macht es das Bauen im öffentlichen Raum noch mehr zu einer Quadratur des Kreises. Es soll möglichst schnell gehen und dabei soll am besten niemand etwas davon merken. Im konkreten Fall des Geislinger Bahnhofs haben wir mit dem Bahnbetrieb noch ein weiteres Schutzgut, das zu beachten ist, denn schließlich wollen die Bahnfahrer rund um Geislingen trotz Aufzugbau einen verlässlichen und pünktlichen Zugbetrieb.“ 
 
„Es wird nun deutlich, dass man den Bau der Aufzüge besser schon vor vielen Jahren hätte in Angriff nehmen sollen. Aber es ist auch klar, dass wir eine Lösung brauchen. Es kann nicht sein, dass die Menschen in Geislingen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf einen barrierefreien Bahnhof warten müssen. Mobilitätseingeschränkte Reisende haben ein Recht auf Teilhabe. Daher wäre zu prüfen, ob für die Zeit bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Aufzüge Interimslösungen wie provisorische Treppenlifte in Frage kommen“, so Razavi abschließend.
 
 
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