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28.04.2020
Nicole Razavi MdL: „Corona hat den Busverkehr faktisch stillgelegt. Ohne schnelle Hilfe geht in unseren Busunternehmen im Kreis und im Land das Licht aus“
CDU-Landtagsabgeordnete und ihre Fraktion wollen schnelle finanzielle Unterstützung, um die Branche am Leben zu halten * Razavi: „Es geht um Daseinsvorsorge. Der Bus macht den ländlichen Raum mobil, er ist das Rückgrat unseres öffentlichen Nahverkehrs.“
„Corona hat den Busverkehr faktisch stillgelegt. Schülerverkehre brechen weg, Pendler sind im Homeoffice oder fahren zur Sicherheit mit dem Auto. Die Fahrgäste werden auch bei aller Hygienevorsorge in den nächsten Monaten fehlen. Wenn wir unseren Busunternehmen im Kreis und im ganzen Land nicht helfen, gehen bei ihnen die Lichter aus“, warnt Nicole Razavi MdL. Die CDU-Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitikerin will deshalb auch finanzielle Hilfe des Landes, um Insolvenzen zu verhindern. „Die CDU-Landtagsfraktion will deshalb eine schnelle Entscheidung, wie der Busbranche nachhaltig geholfen werden kann. Wir werden sicher nicht alle Einnahmeausfälle auffangen können. Es geht aber darum, eine ganze Branche am Leben zu erhalten.“
 
„Unsere mittelständischen Busunternehmen sind das Rückgrat eines verlässlichen und umweltverträglichen ÖPNV im ländlichen Raum und eine wichtige Säule des Tourismus. Ohne sie sind viele Menschen ohne Auto aufgeschmissen, Schüler kommen nicht in die Schule, Pendler nicht zur Arbeit und viele Menschen nicht zum Einkaufen. Da ist Chaos vorprogrammiert. Die Busbranche ist ein systemrelevanter Pfeiler für das Funktionieren unseres Gemeinwesens und darf in dieser Ausnahmesituation nicht alleine gelassen werden. Wir brauchen die Busunternehmen auch nach Corona. Deshalb müssen wir ihnen jetzt über diese harte Durststrecke helfen“, so Nicole Razavi weiter. Für die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion ist die kommunale Seite als Aufgabenträger gefordert, aber auch das Land.
 
„Normalerweise ist in dieser Jahreszeit am Markt kaum ein Bus zu bekommen. Nun fällt aktuell der gesamte Umsatz aus dem Ausflugs- und Fernreiseverkehr weg. Der Tourismus gehört zu den am härtesten von der Pandemie betroffenen Bereichen. Keiner kann momentan sagen, wann Gruppen wieder zusammen unterwegs sein werden. Ähnlich sieht es daheim in unseren Kommunen aus. Im örtlichen Linienverkehr fahren die Busse trotz Fahrplaneinschränkung viel Luft spazieren. Schülerinnen und Schüler bleiben zu Hause, viele andere steigen aus Sorge vor der Ansteckungsgefahr aufs eigene Auto um. Unsere Busunternehmen haben mit einem gravierenden Einbruch bei den Fahrgeldeinnahmen zu kämpfen.“ Auch als Kreisrätin begrüßt Nicole Razavi deshalb ausdrücklich, dass der Landkreis Göppingen als Aufgabenträger für den Busverkehr die Ausgleichszahlungen für die Schülerverkehre trotzdem schnell und unkompliziert an die Unternehmen weiterreicht. Aber das werde nicht reichen.
 
„Klar ist: Die Einnahmen werden noch lange Zeit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wenn wir nicht handeln, wird es für etliche Betriebe zu spät sein. Unsere Region braucht hier Unterstützung und dafür werde ich mich einsetzen“, so Nicole Razavi abschließend.